|
|
1. Was bestimmt den Liegekomfort einer Hängematte?
Die Größe einer Hängematte prägt ihren Liegekomfort. Je breiter sie ist, desto besser kann die diagonale Liegeposition zur Wirkung kommen.
Hängematten-Neulinge tendieren zu Stabhängematten. Wahre Hängematten-Liebhaber schwören auf Hängematten ohne Spreizstock.
Experten legen sich diagonal statt längs in die Hängematte. So öffnet der Körper die Hängematte und Sie kommen automatisch in die gewünschte horizontale Liegeposition. Das Tuch wird gestrafft und kann nicht mehr über Ihren Körper fallen.
2. Wie sollte man in einer Hängematte liegen?
Jeder sollte seine eigene Ideal-Position herausfinden.
Experten raten allerdings dazu, sich diagonal zur Hängematten-Achse zu legen. Der Rücken ist dadurch gerade und man hat genügend Bewegungsfreiheit.
3. Was macht einen bequemen Hängestuhl aus?
Je so breiter der Spreizstock Ihres Hängestuhls ist, desto mehr Platz und Bewegungsfreiheit haben Sie. Manche Kinder und schmale Erwachsene geben sich mit Hängestühlen mit 90 cm langen Spreizstöcken zufrieden. Ab 100 cm Spreizstock gibt es schon recht bequeme Hängestühle.
Der Luxus sind 120-cm-Stühle. In einen solchen Hängestuhl kann man sich auch zu zweit oder zu mehreren Kindern begeben.
4. Wie weit auseinander und wie hoch muss ich meine Hängematte hängen?
Eine Faustregel besagt, daß der Abstand der beiden Aufhängepunkte etwa 80-90 Prozent der Hängematten-Gesamtlänge betragen sollte. Spreizstockhängematten werden allgemein stärker gespannt als solche ohne Spreizstock.
Bei Spreizstockhängematten kommt man üblicherweise mit einer Aufhängehöhe (Höhe der Aufhängeösen) von 80-100 cm aus. Große klassische südamerikanische (d.h. spreizstocklose) Hängematten sollten bei etwa 150 cm angebracht werden.
Bei solchen Hängematten können auch wesentlich größere Aufhängehöhen (etwa 2 m) durchaus sinnvoll sein. Entsprechend stärker sollte die Hängematte durchhängen. Das macht sie gefälliger. Der Komfort des Diagonalliegens wird ihr dadurch – solange sie groß genug ist – nicht genommen.
In jedem Fall sollte die Hängematte so angebracht werden, dass ihr niedrigster Punkt nicht mehr als 20-40 cm über den Boden ist. Das Ein- und Aussteigen ist dann leichter, das Rausfallen sanfter!
5. Was ist zu beachten beim Kauf und bei der Anbringung von Hängematten/Hängestühlen für Kinder?
Kinder toben gerne in ihrer Hängematte/ihrem Hängestuhl.
Die Kriterien beim Kauf sind somit eindeutig: Gewebte Stoffe halten den vielseitigen Anforderungen besser stand als geflochtene Liege- bzw. Sitzteile. Hängematten ohne Stab sind jenen mit Stab vorzuziehen.
Bei der Aufhängung ist besondere Vorsicht geboten. Je tiefer die Hängematte/der Hängestuhl aufgehängt wird, desto weniger Tränen werden beim Toben fließen!
6. Wo kann ich meine Hängematte aufhängen?
Überall dort, wo sich zwei gegenüberliegende Aufhängepunkte im richtigen Abstand befinden bzw. kreieren lassen. Hängematten sind grundsätzlich immer mit einem Seil verlängerbar.
Prädestinierte Orte: Im Zimmer von Wand zu Wand, Dachboden mit Balken, Kinderzimmer/Hochbett, Terrasse, Balkon, Wintergarten, Pergola, Schaukelgerüst, Campingplatz, von Baum zu Baum, Hängemattenständer.
Oft wird die Raumgeographie erfordern, ein Ende der Hängematte höher als das andere Ende anzubringen (z.B. eine Seite an die Decke, die andere an die Wand). In dem Fall ist es ratsam derart mit Seilen zu verlängern, daß die Ösen der Hängematte auf die gleiche Höhe kommen.
7. Wo kann ich meinen Hängestuhl aufhängen?
Überall dort, wo mindestens etwa 220-230cm Deckenhöhe und ein Radius von etwa 1m zur Verfügung stehen.
Prädestinierte Aufhängepunkte: Decke, Balken, Balkon, Wintergarten, Ast, Schaukelgerüst, Dachgiebel, Hängestuhlständer.
8. Wozu dienen Federn und was ist bei ihrer Anbringung zu beachten?
Sie werden insbesondere zwischen Zimmerdecke und Hängestuhl angebracht und machen ihren Hängestuhl weicher und bequemer. Darüber hinaus tragen sie zur Erhöhung der Lebensdauer des Hängestuhls bei.
Zu beachten ist, dass sie - je nach Federgröße- 20-30 cm zusätzliche Raumhöhe beanspruchen.
9. Wozu dient der eingebaute Wirbel in den Hängestühlen?
Der eingebaute Wirbel dient der Haltbarkeit und dem Benutzerkomfort. Er ermöglicht es, sich um die eigene Achse zu drehen, ohne der Gefahr von Überdrehungen und dem folgendem Seilbruch bzw. eines Herausdrehens des Deckenhakens ausgeliefert zu sein.
10. Wie begibt man sich in eine Hängematte?
Der Einstieg in die Hängematte will geübt sein. Man sollte darauf achten, sich mit dem Po zuerst reinzusetzen. Ist dies beachtet, geht der Rest von ganz alleine!
11. Wie begibt man sich in einen Hängestuhl?
Beim reinsetzen in den Hängestuhl muß man lediglich darauf achten, den Stoffteil unter den Oberschenkel zu ziehen, und sich dann langsam nach hinten begeben. Nach dem zweiten Einstieg geht es wie von selber.
12. Ist es schlimm wenn meine Hängematte/Hängestuhl einmal naß wird?
Prinzipiell sollte man Hängematten und Hängestühle vor Nässe und Feuchtigkeit schützen. Wird der Baumwollstoff trotzdem einmal nass, sollte er möglichst bald wieder zum trocknen aufgehängt werden. Beim Kauf der neuen Kunstfaser-Hängematten ist dieses „Problem“ allerdings nicht mehr vorhanden.
13. Wieso hängt meine Hängematte an einer Seite stärker durch?
Liegen Sie bevorzugt auf einer Seite der Hängematte, wird diese Seite durch die einseitige Belastung länger. Sie wird dann an dieser Seite stärker durchhängen. Das beeinträchtigt den Liegekomfort.
Nutzen Sie in Zukunft auch die andere Seite, das Problem wird dann sich von selbst lösen!
14. Welche Hängematten sind für Therapiezwecke geeignet?
Beim Kauf einer Hängematte für Therapiezwecke sollte man darauf achten, eine gewebte Hängematte ohne Stab und ohne Zierborte zu wählen. Die Hängematte sollte ferner nicht zu klein sein.
Für viele therapeutische Übungen wird die Hängematte an beiden Ende am gleichen Punkt befestig und gedreht. Das wird durch den Einsatz eines Drehwirbels erreicht
15. Worauf ist beim Kauf einer Hängematte /einem Hängestuhl für Behinderte zu achten?
Die Liege- bzw. Sitzfläche sollte ein gewebter Stoff sein und die Hängematte/der Hängestuhl keine Fransen oder sonstige Verzierungen haben.
In solchen Deko-Teilen kann man, wie in geknoteten oder geflochtenen Liege- bzw. Sitzteilen, hängenbleiben. Die Hängematte für Behinderte darf keinen Spreizstock haben.
16. Ab welchem Alter dürfen Babys in einer Hängematte liegen?
Je früher Ihr Baby in den Genuß einer Hängematte kommt, desto besser. Das Baby fühlt sich geborgen in der Hängematte, wie im Schoß der Mutter. Ein positiver Nebeneffekt ist die Schulung des Gleichgewichtssinns.
Babies in der Karibik fallen nicht aus ihrer Hängematte. Für besorgte europäische Eltern gibt es allerdings spezielle Hängematten mit Anschnallgurten.
17. Worin unterscheiden sich gewebte und geflochtene Hängematten/Hängestühle?
Jedes Land bzw. jede Region Lateinamerikas hat eine eigene Hängematten-Tradition. In einigen Regionen werden die Liege- bzw. Sitzteile gewebt, in anderen geflochten.
Geflochtene Hängematten haben den Vorteil, dass sie luftiger sind und sich besser dehnen lassen. Sie sind deshalb besonders für extrem warme Klimata geeignet.
Liege- und Sitzphantasie sind beim Geflecht keine Grenzen gesetzt sind. Das Geflecht lässt sich fast beliebig dehnen und fügt sich dem Gestalter nahezu grenzenlos an!
Allerdings kann man auch im das Geflecht hängenbleiben. Kindern und Behinderten ist deshalb von geflochtenen Hängematten abzuraten.
Gewebte Hängematten lassen sich noch farbenfreudiger gestalten und sind für durchschnittliche mitteleuropäische Klimaverhältnisse geeigneter. Ferner sind sie robuster und pflegeleichter.
|
|
|